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Genetischer Test zum Nachweis einer Lactoseintoleranz
Die Lactoseintoleranz ist auf einen genetisch bedingten Mangel des milchzuckerspaltenden Enzyms Lactase zurückzuführen. Von einem solchen Enzymmangel betroffene Patienten können den Milchzucker (Lactose) nicht oder nur unvollständig abbauen und leiden nach Genuss von Milchprodukten unter abdominellen Schmerzen, Übelkeit und Meteorismus. Sekundär kann diese Erkrankung zu Mangelerscheinungen und in der Folge zu unspezifischen Beschwerden wie Abgeschlagenheit oder Depressionen führen. Auch ein Zusammenhang mit Osteoporose wird diskutiert.
Während im Kindesalter die vorhandene Restaktivität des Enzyms für den Lactoseabbau gerade noch ausreichen kann, treten im höheren Alter häufig die klassischen Symptome auf.
Der Lactasemangel kann neuerdings anhand eines genetischen Tests schnell und sicher diagnostiziert werden.
Untersucht werden zwei genetische Polymorphismen an den Positionen 13910 und 22018 im Enhancerbereich des Lactasegens. In Studien wurde gezeigt, dass die homozygoten Genotypen C/C an der Position 13910 und/oder G/G an der Position 22018 mit dem Risiko einer Lactoseintoleranz assoziiert sind [1]. In Mitteleuropa haben ca. 15% der Bevölkerung diesen genetisch bedingten Lactasemangel. In skandinavischen Ländern kommt die Mutation kaum vor, im Mittelmeerraum liegt sie bei 30% und in anderen Teilen der Welt zum Teil noch deutlich darüber (>90% in Afrika und Asien).
Material: 2 ml EDTA-/ Citrat-Blut, Transport bei Raumtemperatur möglich.
Abrechnung: Ohne Indikation (z. B. auffälliger Laktose-Toleranztest) ist der Test nur als IGeL- oder Privatleistung anforderbar. Kosten: GOÄ: 46,63 .
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung Dr. Gunnar Schalasta (0711/6357-140) Dr. med. Kai Lüthgens (0711/6357-210).
Info zum gentischen Test für Laktoseintoleranz zum Herunterladen
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