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Akkreditiert nach
DIN EN ISO/IEC 17 025
DIN EN ISO 15 189
 

 

LAP Nr:7182647
 
CLIA-Akkreditierung
CLIA ID: 99D1030870
 
FDA-Registrierung
3002965587
 
Letzte Aktualisierung:
28.01.2012

Häufigkeit von MRSA in der Frauen- oder Kinderarztpraxis

Staphylococcus aureus ist der häufigste Erreger von Wundinfektionen. Ferner verursacht er Infektionen der Atemwege (akute Bronchitis, Pneumonie), chron. Otitis media und Harnwegsinfektionen. Etwa 20% der gesunden erwachsenen Bevölkerung sind passager nasale Träger von S. aureus. Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sind zu ca. 40% nasal besiedelt.

S. aureus ist in der Regel empfindlich gegenüber Flucloxacillin, vielen Cephalosporinen, Makroliden und Chinolonen und deshalb mit Oralanti-biotika problemlos therapierbar. Seit einigen Jahren wird jedoch in allen Industrie-nationen beobachtet, daß sich S. aureus-Stämme ausbreiten, die resistent gegen alle Penicilline, Cephalosporine, Chinolone, Makrolide und andere Substanzen sind (die Indikatortestsubstanz ist das Methi-cillin; deshalb: methicillinresistener S. aureus = MRSA).

 

Aufgrund der Resistenz gegen Penicilline und Cephalosporine und somit gegen die bei Kindern und Schwangeren bevorzugt einzu-setzenden Antibiotika stellen MRSA-Infektionen insbesondere in der Pädiatrie und in der Geburtshilfe eine therapeutische Heraus-forderung dar.

 

Ansonsten unterscheiden sich MRSA, auch bezüglich ihrer Virulenz, in der Regel nicht von den empfindlichen Stämmen. MRSA-Stämme treten insbesondere in Krankenhäusern auf und können, wenn sie Infektionen verursachen, teilweise nur mit parenteralen Reserveantibiotika (z.B. Vancomycin) behandelt werden. Aus diesem Grund werden in den Krankenhäusern aufwändige Hygienemaßnahmen durchgeführt, um eine weitere Verbreitung dieser Stämme zu verhindern. Die Übertragung erfolgt i. d. R. durch direkten Kontakt mit dem Patienten oder durch Berührung von Gegenständen in dessen unmittelbarem Umfeld. Die Verbreitung der Erreger wird begünstigt durch deren Fähigkeit, auf den Oberflächen von Gegenständen über mehrere Wochen bis Monate überleben zu können. Eine Übertragung durch Aerosole ist u. U. bei nasal oder pharyngeal besiedelten Personen oder bei Patienten mit Atemwegsinfektionen möglich.

 

In der Praxis des niedergelassenen Arztes tritt MRSA bisher nur selten auf. Zumeist handelt es sich um Patienten, die im Rahmen einer vorangegangenen stationären Behandlung in Kontakt mit dem Erreger gekommen sind. In den letzten Jahren wurden aber auch  MRSA-Stämme bei ambulanten Patienten isoliert, die keinen Kontakt zu Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen hatten. Diese Stämme werden als community acquired MRSA (cMRSA) bezeichnet und verursachen aufgrund einer besonderen Virulenzeigenschaft vor allem Haut- und Weichteilinfektionen sowie Pneumonie. Informationen über cMRSA finden Sie hier.

 

Die Auswertung unserer eigenen Daten ergibt bei Patientinnen und Patienten von Kinder- und Frauenärzten jeweils MRSA-Raten um 2% in den letzten Jahren. Eine Zunahme von MRSA ist nicht zu erkennen (s. Abbildung).

 

 




Prozentualer Anteil von MRSA an S. aureus-Isolaten bei Proben, welche von niedergelassenen Frauen- und Kinderärzten zur bakteriologischen Diagnostik eingesandt wurden

 

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