Akkreditiert
nach
DIN EN ISO/IEC 17 025
DIN EN ISO 15 189 |
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LAP Nr:7182647
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CLIA-Akkreditierung
CLIA ID: 99D1030870 |
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FDA-Registrierung
3002965587 |
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Letzte Aktualisierung: 04.04.2012 |
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 Erkrankungen, die durch Zecken übertragen werden könnenZecken können die Borreliose übertragen, das ist allgemein bekannt. In Baden-Württemberg und Bayern wissen viele auch noch über die FSME (Frühsommermeningoencephalitis) Bescheid.
Zecken können jedoch eine Vielzahl von Infektionserregern enthalten und übertragen. Für Mitteleuropa ist die humanpathogene Bedeutung von Anaplasmen, Babesien, Rickettsien, Coxiella burnetii und Francisella tularensis bewiesen.
Weitere Erreger werden in Zecken gefunden und humane Erkrankungen sind beschrieben, der Zusammenhang und die Bedeutung für Mitteleuropa ist jedoch noch unklar.
Die absolute Mehrzahl der Infektionen werden durch den Stich einer Zecke der Gattung Ixodes verursacht. Es handelt es sich um Ixodes ricinus (Gemeiner Holzbock). Daneben sind jedoch noch Zecken der Gattung Dermacentor (Buntzecken) für die Übertragung von Erkrankungen verantwortlich. Zecken der Gattung Rhipicephalus können (z.B. durch Hunde) aus dem Mittelmeerraum eingeschleppt werden. Wichtige Erreger, für die im Labor Enders ein Nachweis existiert: | | | | Borreliose (Lyme disease) | EIA, Blot (IgG, IgM), inklusive Liquordiagnosik, PCR | | Frühsommer-Meningoenzephalitis | EIA (IgG, IgM), inklusive Liquordiagnostik, PCR | Anaplasma phagocytophilum | Humane Anaplasmose (früher: humane granulozytäre Ehrlichiose, HGE) | | | | IFT (IgG), (ggf. Mikroskopie) | | | IFT (IgG), (ggf. Mikroskopie) | | Humane monozytäre Ehrlichiose, HME | | Rickettsia spp. R. conori R. slovaca R. helvetica | Mittelmeerfleckfieber (R. conori);TIBOLA (Tickborne Lymphadenopathia; R. slovaca) | | | | EIA (Phase I IgG, IgA und Phase II IgG, IgM) | | | | Bartonella spp.? B. henselae? weitere? | Bartonellose, Katzen-Kratz-Krankheit, Bazilläre Angiomatose | |
In Deutschland kommen alle diese Erreger in Zecken vor, wobei C. burnetii, R. slovaca und F. tularensis eher in Zecken der Gattung Dermacentor (D. marginatus, Schafzecke und D. reticulatus, Auwaldzecke) gefunden werden. Diese Buntzecken sind deutlich größer und werden nur selten am Menschen gefunden. R. conori, der Erreger des Mittelmeerfleckfiebers, wird typischerweise durch die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) übertragen. Sie kann mit dem Hund aus einem Mittelmeerurlaub mitgebracht werden.
Bei Fieber ein bis vier Wochen nach Zeckenstich mit einer Ixodes-Zecke sollten deshalb neben Borreliose und FSME auch eine Infektion mit Anaplasmen, Rickettsien und Babesien ausgeschlossen werden.
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Verantwortlich für den Inhalt
Dr. med. Friedemann Tewald (0711-6357-119)
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