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Diagnose von entzündlichen Darmerkrankungen aus dem Stuhl
Mit Calprotectin und Lactoferrin stehen neuerdings zwei spezifische Marker für die Diagnose und Verlaufskontrolle entzündlicher Darmerkrankungen zur Verfügung. In einer Studie von Langhorst et al. [1] wiesen Calprotectin und Lactoferrin eine Sensitivität von 82% bzw. 87% für das Vorliegen einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung auf. Die von uns bislang empfohlene PMN-Elastase, welche ebenfalls einen zuverlässigen Marker der entzündlichen Aktivität der Darmmucosa darstellt, erreichte in dieser Studie eine Sensitivität von 77%. Mit der Kombination der drei Marker Calprotectin, Lactoferrin und PMN-Elastase konnten Langhorst et al. 95% der Fälle mit Colitis ulcerosa korrekt diagnostizieren. Die Bestimmung der drei Proteine Lactoferrin, Calprotectin und PMN-Elastase im Stuhl kann zwar eine Coloskopie mit Inspektion des terminalen Ileums nicht ersetzen, ermöglicht aber mit hoher Sicherheit die Abgrenzung einer chron. entzündlichen Darmerkrankung vom Reizdarmsyndrom als Ursache unspezifischer Beschwerden. Auch für die Verlaufskontrolle einer entzündlichen Darmerkrankung unter Therapie sind die Marker gut geeignet [2]. Im Rahmen eines akuten Schubes einer Colitis ulcerosa oder M. Crohn übersteigen die Calprotectin- und Lactoferrin-Spiegel typischerweise das 10-30fache der oberen Norm (siehe auch unten stehende Grafik). Probenmaterial
Wir benötigen 1 Stuhlprobe à ca. 1 ml Stuhl. Die Stabilität von Calprotectin, Lactoferrin und PMN-Elastase im Stuhl ist ausgesprochen hoch, so dass ein Postversand möglich ist. Spezielle Stuhlröhrchen können von unserem Labor kostenlos bezogen werden.
Literatur:[1] Langhorst J et al., Am J Gastroenterol 2008;103:162-169 [2] Xiang JY et al., World J Gastroenterol 2008;14:53-57 Für weitere Informationen zu den Tests können Sie uns gerne unter Tel. 0711/6357-210 kontaktieren.
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