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Akkreditiert nach
DIN EN ISO/IEC 17 025
DIN EN ISO 15 189
 
Deutsche Akkreditierungsstelle D-ML-17120-01-00 D-PL-17120-01
 

LAP Nr:7182647
 
CLIA-Akkreditierung
CLIA ID: 99D1030870
 
FDA-Registrierung
3002965587
 
Letzte Aktualisierung:
04.04.2012

Chlamydienscreening mittels Urinprobe

Seit dem 1. Januar 2009 soll der Nachweis von Chlamydia trachomatis gemäß der Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses zur "Mutterschaftsvorsorge" (MuVo) zur Empfängnisregelung (sexuell aktive, beschwerdefreie Frauen bis zum abgeschlossenen 25. Lebensjahr) und zum Schwangerschaftsabbruch nur noch durch den Erregernachweis mittels Nukleinsäureamplifikationstechnik (NAT) im Urin erfolgen. Konkrete Empfehlungen zur Materialgewinnung und Verarbeitung werden leider nicht gemacht.

Empfehlungen zur Uringewinnung

Optimal für das Chlamydien-Screening wäre die erste Portion des ersten Morgenurins. Dies lässt sich in der Praxis jedoch nur schwer realisieren, da ein zweiter Arztbesuch nötig wäre.

Alternativ empfehlen wir (Labor Enders) folgendes Vorgehen:

Die Patientin soll vor dem Besuch beim Gynäkologen mindestens 1 Stunde kein Wasser lassen. (Dies kann der Patientin bereits bei der Terminvergabe mitgeteilt werden.)
In der Praxis gibt sie als erstes Urin ab. Hierbei ist die erste Urinportion (ca. 20-30 ml) am aussagekräftigsten. (Wird mehr Urin abgegeben, wird der Test unempfindlicher!). Für die Abnahme können einfache, unsterile Becher verwendet werden.
Der abgegebene Urin wird in das zuvor beschriftete APTIMA Röhrchen umgefüllt. (Das Aptima Urinröhrchen wird vom Labor zur Verfügung gestellt.)
Diese wird dann im Umverpackungsröhrchen zusammen mit dem ausgefüllten Auftragsschein an unser Labor versandt. Damit die Untersuchung richtig abgerechnet wird, bitte auf dem Ü-Schein "präventiv" ankreuzen und die Indikation angeben [z. B. "Chlamydien-Screening im Rahmen der Empfängnisregelung" oder "... im Rahmen der MuVo" (dann bitte mit Angabe von SSW und Tag)].
Bitte beachten Sie, dass das Chlamydien-Screening im Rahmen der Empfängnisregelung nur bis zum vollendeten 25. Lebensjahr durchgeführt werden darf.

Können Zervixabstriche weiterhin untersucht werden?

Für Patientinnen mit privater Krankenversicherung, bei kurativen Fragestellungen (z. B. Zervizitis) oder bei Selbstzahlerleistungen können natürlich weiterhin Zervixabstriche untersucht werden. Auch in diesen Fällen sollte aus unserer Sicht ein entsprechend empfindliches NAT-Verfahren zum Einsatz kommen.

 

Für weitere Frage stehen Ihnen gerne Dr. med. Friedemann Tewald (0711 6357-119) und Dr. med. Martin Enders (0711 6357-117) zur Verfügung.

 

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