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Akkreditiert nach
DIN EN ISO/IEC 17 025
DIN EN ISO 15 189
 
Deutsche Akkreditierungsstelle D-ML-17120-01-00 D-PL-17120-01
 
FDA-Registrierung
3002965587
 
Letzte Aktualisierung:
29.07.2016

Die CTU-Kriterien

Im folgenden finden sie eine Beschreibung der vier CTU-Kriterien [1].

Am Beginn steht eine Hypothese (Annahme), die es zu erfüllen gilt. Danach werden in den 4 CTU-Kriterien Forderungen an die Untersuchungsmethodik und den Ablauf der Überwachung gestellt, deren Erfüllung dazu führt, dass der Abstinenznachweis für eine zuvor bestimmte Zeit von den MPU-Stellen anerkannt wird.

Im folgenden wird der Inhalt der CTU-Kriterien näher erläutert.





Hypothese CTU:

"Die im Rahmen der Begutachtung berücksichtigten toxikologischen Befunde sind fachkundig erstellt worden, aussagekräftig und forensisch verwertbar" [1].


Um diesem grundlegenden Anspruch gerecht zu werden, wurden 4 Kriterien definiert, deren Einhaltung dazu führt, dass die o.g. Hypothese erfüllt wird.




Im zweiten CTU-Kriterium werden die Forderungen für die Gewinnung der Probe beschrieben.

"Das Untersuchungsmaterial wurde auf eine Weise gewonnen und an das Analysela­bor übermittelt, dass die toxikologische Untersuchung zur Abstinenzüberprüfung oder zum Nachweis einer aktuellen Alkohol-/Drogenfreiheit am Untersuchungstag den aktuellen Status des Untersuchten zuverlässig wiedergeben kann" [1].

In den Unterpunkten des CTU-2 Kriteriums ist näher geregelt, wie die Probenabgabe abzulaufen hat:

  • Die Abgabe der Urinprobe erfolgt unter Sicht.
  • Die Temperatur des Urins wird unmittelbar nach der Abgabe gemessen.
  • Die Authentizität der abgegebenen Urinprobe wird von Ihnen mittels Unterschrift bestätigt.




Das dritte Kriterium regelt die Anforderungen an die Analytik die das Labor erfüllen muss.

"Die Untersuchung findet in einem nach DIN ISO EN 17025 für forensische Zwecke akkreditierten Labor nach den Standards der GTFCh statt, ist als Abstinenznachweis oder Nachweis einer aktuellen Drogenfreiheit am Untersuchungstag verwertbar und umfasst alle relevanten Stoffgruppen" [1].

In den Unterpunkten des CTU-3 Kriteriums ist näher geregelt, welche Qualifikation das Labor haben muss. Weiterhin ist festgelegt, welche Substanzen gefunden werden müssen und wie niedrig die Nachweisgrenze für diese Substanzen sein muss. Außerdem ist geregelt, unter welchen Bedingungen die Probe wie lange aufzubewahren ist.

 




Das vierte Kriterium regelt die Dokumentation der erhobenen Befunde und deren Beurteilung.

"Die toxikologischen Befundübermittlungen an den Auftraggeber bzw. an die Begutachtungsstelle lassen eine Bewertung der Durchführungsbedingungen und eine Interpretation vor dem Hintergrund der Fragestellung (Abstinenzkontrolle oder aktueller Nachweis der Alkohol-/Drogenfreiheit am Untersuchungstag) zu" [1].

In den Unterpunkten des CTU-4 Kriteriums ist näher geregelt, welche Daten der Abschlussbericht enthalten muss. So sind der Überwachungszeitraum, Anzahl und Art der Screenings, die Fehlzeiten, eventuelle Unregelmäßigkeiten sowie eine Beurteilung des Scrennings im Abschlussbericht anzugeben.

 

[1]

Schubert, W., Dittmann, V. und Brenner-Hartmann, J. (Hrsg.)(2013): Urteilsbildung in der Fahreignungsbegutachtung, Beurteilungskriterien, Kirschbaum Verlag, Bonn, 3. Auflage, www.kirschbaum.de.

 

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