SARS-CoV-2 Mutationsanalyse

Im Rahmen des Pandemiegeschehens gewinnen SARS-CoV-2-Varianten zunehmend an Bedeutung. Zum einen können Mutationen möglicherweise zu einer erhöhten Infektiosität führen, zum anderen können Escape-Mutationen auftreten, die möglicherweise zu Reinfektionen oder verminderter Wirksamkeit von Schutzimpfungen führen.

Von Bedeutung sind momentan vor allen folgende Varianten:

  • Britische Variante VOC-202012/01 (engl. Variant of Concern-202023/01) oder auch B.1.1.7 oder N501.V1
  • Südafrikanische Variante B.1.351 oder auch N501Y.V2
  • Brasilianische Variante P.1, oder auch B.1.1.28 oder N501Y.V3

Wir bieten die Mutationsanalyse mittels PCR an.

Untersucht wird dabei, ob die Deletion H69V70, die Mutation N501Y und die Mutation E484K vorhanden sind. Damit lässt sich die Britische Variante, bzw. die Südafrikanische oder Brasilianische Variante unterscheiden. Neumutationen bzw. andere Varianten lassen sich mit dieser Technik nicht sicher detektieren, bzw. ausschließen. Es stehen aber momentan die o.g. Varianten im Mittelpunkt des epidemiologischen Interesses.

Wichtig: Es werden immer zwei PCRs (Screening-PCR und Mutationsanalyse) durchgeführt. Und zwar auch dann, wenn bereits ein positives Ergebnis erhoben wurde. Da es sich um zwei separate PCRs handelt, werden sie auch zweimal abgerechnet. Die Mutationsanalyse wird nur bei positivem Screening-Ergebnis und ausreichender Viruskonzentration (niedriger CT-Wert) im Abstrich durchgeführt.
Bei entsprechender Indikation kann diese Leistung zusammen mit der eigentlichen Screening-PCR über den OEGD-Schein für SARS-CoV-2 angefordert werden. Sie müssen aber händisch den Zusatz “ggf. Mutationsanalyse” auf diesem Schein vermerken.

Auf dem Befund wird mitgeteilt ob und ggf. welche der o.g. Veränderungen gefunden worden sind. Falls möglich wird auch die wahrscheinliche Virusvariante angeben.

Update 25. Februar 2021:

In Kalifornien wird vermehrt noch eine neue Variante beobachtet. Die kalifornische Variante wird CAL20C bzw. B.1.427/B.1.429 genannt.
Diese wird mit o.g. Untersuchung nicht detektiert. Sie ist in Deutschland aber bisher nicht nachgewiesen.