STIKO-Empfehlung zur COVID-19 Impfung für Schwangere und Stillende

(zuletzt überarbeitet Oktober 2022)

Frauen im gebärfähigen Alter, noch ungeimpfte Schwangere ab dem 2. Trimenon sowie noch ungeimpfte Stillende gehören nach STIKO-Empfehlungen zu den Personen mit besonderer Indikation für eine COVID-19-Impfung (Grundimmunisierung mit 2 Dosen und 1 Auffrischimpfung).

Auch enge Kontaktpersonen von Schwangeren sollten sich impfen lassen.

Frauen im gebärfähigen Alter sollten sich impfen lassen, damit ein Schutz vor COVID-19 bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft besteht.

Schwangere
Noch ungeimpften Schwangeren wird ab dem 2. Trimenon unabhängig vom Alter die Impfung mit 2 Dosen des mRNA-Impfstoffes Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) im Abstand von 3-6 Wochen empfohlen. Bereits 1-mal geimpfte Schwangere sollten die Zweitimpfung ab dem 2. Trimenon mit Comirnaty® erhalten. Für zweimal geimpfte Schwangere wird ab den 2. Trimenon eine Auffrischimpfung vorzugsweise mit den Omikron-angepassten bivalenten “Comirnaty-Impfstoffen” (Comirnaty Original/Omicron BA.1 oder Comirnaty Original/Omicron BA.4/5) empfohlen.

Eine akzidentelle Impfung in der Frühschwangerschaft ist keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch.

Stillende
Ungeimpften Stillenden empfiehlt die STIKO die Impfung mit 2 Dosen eines mRNA-Impfstoffs (Comirnaty® im Abstand von 3-6 Wochen oder Spikevax® im Abstand von 4-6 Wochen). Bei unter 30-Jährigen sollte nur Comirnaty® eingesetzt werden, da in dieser Altersgruppe das Risiko des Auftretens einer Myo-/Perikarditis nach Impfung mit Spikevax®(Moderna) höher ist als nach Comirnaty.

Eine Auffrischimpfung (3. Impfung) sollte im Abstand von ≥6 Monate nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen, vorzugsweise mit einem Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoff (bei Schwangeren nur bivalente Comirnaty-Impfstoffe s. o.).

Quellen:

22. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung (6. Oktober 2022)
Epidemiologisches Bulletin 40/2022

Begründung der STIKO zur Impfung gegen COVID-19 von Schwangeren und Stillenden (17.09.2021)
Epidemiologisches Bulletin 38/2021