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3002965587
 
Letzte Aktualisierung:
31.01.2019

Darmkrebs-Früherkennung



Fortgeschrittener Dickdarmkrebs im Röntgenbild

Dem Ziel, Krebs beim Menschen heilen zu können, ist man zumindest für einige Geschwulstarten heute einen ganzen Schritt näher als noch vor einigen Jahren. Zu den Krebsarten, die heute erfolgreich behandelt werden können, zählen zum Beispiel Hodenkrebs beim Mann oder manche Arten der Leukämie bei Kindern.

Andere Tumoren können heute durch frühzeitige Erkennung erfolgreich vermieden oder geheilt werden. Hierzu gehört ganz klar der Dickdarmkrebs, der nicht selten ist: immerhin tritt er bei 6 von 100 Personen im Laufe des Lebens auf.

Dickdarmkrebs entsteht über Jahre aus Vorstufen



Großer Polyp im Dickdarm

Seit einigen Jahren weiß man, dass sich Dickdarmkrebs schon lange Zeit vor seiner eigentlichen Entstehung durch sogenannte "Polypen" im Darm ankündigt.

Diese Polypen sind zunächst gutartige Geschwülste der Darmwand, die erst später zu bösartigem Darmkrebs entarten. Durch eine frühzeitige Erkennung dieser Vorstufen kann Darmkrebs also effektiv verhindert werden.

Bei Erkennung des Darmkrebses im Frühstadium sind die Heilungschancen heute mit über 90% außerordentlich gut.

Effektive Vorsorge durch Darmspiegelung

Die Dickdarmspiegelung (Koloskopie) ist die einzige Methode, den Darmkrebs in seinen frühen Formen oder gar dessen Vorstufen mit einer Sicherheit von fast 100% zu diagnostizieren.

Ab dem 55. Lebensjahr wird diese Untersuchung von den gesetzlichen Kassen als Vorsorgeuntersuchung bezahlt. Nutzen Sie diese Chance! Eine Koloskopie ist meist weitaus weniger unangenehm als häufig befürchtet. Nur bei einem kleinen Teil der Patienten kommt es zu Schmerzen, die durch eine Gabe von Medikamenten behandelt werden können. Eine Wiederholungsuntersuchung nach 10 Jahren ist empfehlenswert.

Der herkömmliche Hämoccult-Test ist zu unempfindlich

Bereits seit vielen Jahren wird ein Test auf okkultes (verborgenes) Blut im Stuhl eingesetzt. Bei diesem sogenannten "Haemoccult-" oder "Hämofec-Test" wird Stuhl auf ein Filterpapier gegeben und mit einer chemischen Reaktion untersucht. Leider ist der Test wenig zuverlässig. Die Erkennungsrate für Dickdarmkrebs ist niedrig, es entstehen außerdem viele falsch positive Befunde, die zu einer unnötigen Verunsicherung führen und unnötige Darmspiegelungen nach sich ziehen können.

Darmkrebsfrüherkennung mit immunologischem Test auf Blut im Stuhl

 

Mittels hochempfindlicher immunologischer Tests ist es heute möglich, kleinste Mengen okkulten (verborgenen) Blutes im Stuhl nachzuweisen. Hierdurch wird die Erkennungsrate gegenüber den herkömmlichen Tests auf Blut im Stuhl (z. B. Haemoccult = Kärtchen) deutlich gesteigert ohne die Rate an falsch-positiven Ergebnissen zu erhöhen.

Mit dem herkömmlichen Haemoccult-Test werden nur

  • ca. 24 % der fortgeschrittenen bösartigen Tumore und
  • 9,4% der größeren Dickdarm-Adenome entdeckt.

Hingegen erkennt der von uns eingesetzte immunologische Test (iFOBT) etwa 85 % der Dickdarmkarzinome und, je nach Größe, 33 - 80 % der Kolon-Polypen. Gleichzeitig ist der iFOBT sehr wenig störanfällig.

Das führt zu einer geringen Zahl an falsch-positiven Ergebnissen (hohe Spezifität von ca. 95 %).

Beim immunologischen Test auf Blut im Stuhl muss im Gegensatz zum klassischen Haemoccult-Test keine Diät eingehalten werden, da er nicht durch tierisches Hämoglobin oder durch Vitamin C beeinflusst wird.

Ab dem 1.4.2017 übernehmen auch die gesetzlichen Krankenkassen bei Patienten ab 50 Jahren die Kosten für die einmal jährliche Untersuchung von Hämoglobin in einer Stuhlprobe (ab dem 56. Lj alle zwei Jahre, falls keine Koloskopie durchgeführt wurde).

Hinweise zur Probensammlung

 

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Hinweise zur Probensammlung