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FDA-Registrierung
3002965587
 
Letzte Aktualisierung:
07.03.2019

Ixodes ricinus



Ixode ricinus (weiblich)
(c) Dr. med. F. Tewald

Der Gemeine Holzbock (I. ricinus) ist die mit Abstand am häufigsten beim Menschen gefundene Zeckenart. Unvollgesogen erreicht die Zecke eine Größe von 2,5 bis 4,5 mm. Weibchen sind deutlich größer als Männchen. Vollgesogene Weibchen können auch 20 mm groß sein. Der Lebensraum muss eine ausreichende Luftfeuchtigkeit bieten. Typische Habitate sind Waldränder, Wälder mit krautiger Bodenvegetation und hohe Wiesen. Als Wirtstiere dienen, abhängig vom Entwicklungsstadium, Kleinnager, Füchse, Hund, Rehe und weitere.

I. ricinus kommt als Überträger etlicher Viren, Bakterien und Protozoen in Frage. Die wichtigsten sind die Borreliose und die FSME (Frühsommermeningoenzephalitis).

 

 



Ixodes hexagonus (weiblich)
(c) Dr .med. F. Tewald

Eine weitere Zecke aus dem Genus Ixodes ist I. hexagonus, die Igelzecke. Wie der Name schon sagt ist der Hauptwirt der Igel. Die Zecke kann jedoch selten auch am Menschen gefunden werden.

 

 

 

 

 

Dermacentor reticulatus, Dermacentor marginatus




Dermacentor reticulatus
oben: männlich
unten: weiblich, vollgesogen

(c) Dr. med. F. Tewald

Der Rückenschild dieser Gattung (vor allem der Männchen) ist auffallend bunt. Daher der Name: Buntzecken. Die Zecken sind mit einer Größe von 5 bis 16 mm deutlich größer als I. ricinus.

Die Schafzecke (D. marginatus) liebt warme, niederschlagsarme Gebiete wie z.B. den Oberrheingraben. Als Lebensraum werden buschige Weiden und Steppen bevorzugt; sie tritt vor allem im Umfeld von Schafherden auf. Sie befällt neben Schafen auch Ziegen, Rinder, Rotwild, Hunde und den Menschen. D. marginatus kann Rickettsien und Coxiella burnetii (Q-Fieber) übertragen. Der Mensch infiziert sich an Q-Fieber jedoch normalerweise über Aerosole von Zeckenkot und Geburtsrückstände von infizierten Schafen. Infektiöser Staub kann auch mit dem Wind in über 100 m Entfernung zu Infektionen führen

Die Auwaldzecke (D. reticulatus) hat sich in den letzten Jahren stark ausgebreitet. Optisch ist sie von der Schafzecke kaum zu unterscheiden. Im Gegensatz zur Schafzecke bevorzugt sie feuchtere Gebiete wie Auwälder und Moore. In die Schlagzeilen ist diese Zecke vor allem als Übertrager der Hundemalaria (Babesia canis) gerückt. Die Bedeutung für den Menschen ist noch nicht geklärt.

 

Beide Zecken lassen sich mit dem bloßen Auge nicht unterscheiden. Die Differenzierung gelingt nur mit einer Stereolupe. Unterschiede finden sich z.B. an den ersten Beinsegmenten (Coxae) und an den Palpen (Teil des "Stechapparates").

Rhipicephalus sanguineus



Rhipicephalus sanguineus
Quelle: CDC

Die braune Hundezecke (R. sanguineus) ist hauptsachlich im Mittelmeerraum beheimatet, hat einen rotbraunen Körper und wird bis zu 11 mm groß. Sie wird durch Hunde nach Mittel- und Nordeureupa eingeschleppt. Da diese Zecke an eine Umgebung mit niedriger Luftfeuchtigkeit gewöhnt ist, kann ein Weibchen auch innerhalb einer Wohnung zur Eiablage gelangen. Folge ist das massenhafte Auftreten von Zecken in der Wohnung. Hier kann dann auch der Mensch befallen werden. Hauptwirt ist der Hund, aber auch Schwein, Rind, Ziege und Kleinsäuger können befallen werden. R. sanguineus überträgt das Mittelmeerfleckfieber (Rickettsia conori).

 

 

Verantwortlich für den Inhalt

Dr. med. Friedemann Tewald (0711-6357-119)

Friedemann Tewald (0711-6357-119)

Stand 3/2019

 

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Weitere Abschnitte:


Systematik Zecken
Einteilung und Nomenklatur

Wichtige Schildzecken
I.ricinus, D. reticulatus, D. marginatus, R. sanguineus

Aufbau einer Schildzecke

Lebensweise von Ixodes ricinus
Habitat und Entwicklungszyklus

Zeckenentfernung
Geeignete Methoden zur Entfernung einer Zecke

Zeckenübertragene Erkrankungen