Testung auf SARS-CoV-2 (Erregernachweis)

Für Patientinnen und Patienten:

Wo kann ich mich testen lassen? –> hier klicken

Für Ärztinnen und Ärzte:

Die Kosten für den Nachweis von SARS-CoV-2 (Erregernachweis) werden aktuell in folgenden Fällen übernommen:

  1. Die Testung symptomatischer Personen erfolgt als Kassenleistung EBM (Formular Muster 10C) nach den vom RKI definierten Testkriterien. -> siehe Abschnitt 1
  2. Die Testung asymptomatischer Personen erfolgt nach Corona-Testverordnung TestV, Kostenträger ist der Bund. (Anforderungen über Muster OEGD). > siehe Abschnitt 2

Für das Labor ist es wichtig, dass Sie die Coronatestung in einen der 2 Fälle einordnen und mit dem richtigen Schein (Muster 10C oder OEGD) und den notwendigen Angaben anfordern. Ansonsten handelt es sich beim SARS-CoV-2-Nachweis um eine Privat- bzw. IGeL-Leistung.

Die kostenlosen Antigen-Schnellteste für alle asymptomatischen Personen (“Bürgerteste”) wurden mit Änderung der neuen Testverordnung am 12. November 2021 wieder eingeführt (–> Info der KVBW).

Scheine/Formulare

Die Anforderung von SARS-CoV-2-Testungen im Labor soll über die Formulare Muster 10C und OEGD erfolgen. Bitte verwenden Sie möglichst immer die aktuelle Version der Formulare. Diese können Sie beim Kohlhammer Verlag bestellen.

Zwei Änderungen in OEGD Version 2.2022 im Vergleich zu Version 8.2021:

  • Anspruch auf eine PCR-Testung nach Meldung in der Corona-Warn-App entfällt: Ankreuzfeld „Test nach § 2 TestV Kontaktpersonen /CWA” wird geändert in „Test nach § 2 TestV Kontaktpersonen, nachweislich Infizierte, Voraufenthalt Virusvariantengebiet”
  • Varianten-PCR ist nicht mehr abrechenbar: Das Ankreuzfeld „Varianten-PCR nach § 4b Satz 3 TestV nach positiven PCR-Test“ entfällt.

1. Testung von symptomatischen Patienten (EBM)

  • Die Testung symptomatischer Personen erfolgt als Kassenleistung EBM (Formular Muster 10C) nach den vom RKI definierten Testkriterien (Flussschema des RKI):
Quelle: Flussschema: Testkriterien und Maßnahmen, RKI Stand 22. März 2022

Abrechnung nach EBM

  • Ausführliche Informationen zur Abrechnung siehe Übersicht der KVBW: Corona-Tests: Behalten Sie den Durchblick
  • Patienten, die wegen des klinischen Verdachts oder einer nachgewiesenen Infektion mit dem SARS-CoV-2 behandelt werden, sind an allen Tagen mit der Pseudo-GOP 88240 zu kennzeichnen.
  • Das Laborbudget bleibt unbelastet.

Anforderung über Muster 10C (Hinweise zum Ausfüllen):

✗ Bitte ankreuzen: Diagnostische Abklärung

✗ Bitte, falls zutreffend, das Einverständnis zur Übermittlung des Testergebnisses an die Corona-Warn-App des Patienten markieren. (Nur wenn dieses Feld angekreuzt ist, darf das Labor das Testergebnis über die Corona-Warn-App direkt an den Patienten übermitteln!)

✗ Bitte eine (!) Telefonnummer des Patienten angeben.
Diese wird nur bei positivem Testergebnis an das Gesundheitsamt übermittelt.

2. Testung von asymptomatischen Personen (TestV)

2a) PCR-Testung:

Abrechnung der PCR nach TestV

  • Für das vom Arzt persönlich durchgeführte Beratungsgespräch im Zusammenhang mit der Feststellung einer Kontaktperson OHNE anschließende Testung (kein Abstrich) kann GOP 99529 abgerechnet werden.
  • Für die Abstrichentnahme kann GOP 99531 abgerechnet werden, unabhängig davon ob ein Labor- oder Schnelltest durchgeführt wird.

Anforderung der PCR über Muster OEGD (siehe Ausfüllhilfe der KVBW):

  • PCR-Testungen in den unten aufgeführten Szenarien und zur Bestätigung eines positiven Antigen-Schnelltestes müssen über Muster OEGD (Ausfüllhilfe) angefordert werden.
  • Bitte oben rechts “TestV” ankreuzen . Es darf nicht gleichzeitig “Selbstzahler” oder “regionale Sondervereinbarung” angekreuzt sein
  • Zusätzlich ist der Grund der Testung verpflichtend anzugeben (bitte nur ein Feld mit zutreffendem Paragraph der TestV ankreuzen);
Testszenarien asymptomatische Personen (TestV)Auf Muster OEGD ankreuzen:verpflichtend ist zusätzlich der Grund der Testung anzukreuzen
Kontaktperson; der behandelnde Arzt einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person oder der ÖGD stellen fest, wer Kontaktperson einer infizierten Person ist (Kriterien für Kontakt siehe TestV)

NEU: Mit Aktualisierung der TestV vom 12.2.2022 reicht die rote Meldung in der Corona-Warn-App (CWA) nicht mehr für einen PCR-Test.
In neuer Version des Muster OEGD (2.2022) wurde daher “CWA” bei “☒ Test nach § 2 TestV Kontaktperson / CWA)” gestrichen. Ein Anspruch muss zunächst mit einem Antigen-Schnelltest abgeklärt werden.
☒ TestV Test nach § 2 TestV
Kontaktperson / nachweislich Infizierte, Voraufenthalt Virusvariantengebiet
Bei Ausbruchsgeschehen in bestimmten Einrichtungen (Betreute, Beschäftigte etc. ) auf Verlangen der Einrichtung oder des ÖGD☒ TestVTest nach § 3 TestV Ausbruchsgeschehen
Zur Verhütung der Verbreitung in bestimmten Einrichtungen im Rahmen eines Testkonzeptes von diesen oder direkt vom ÖGD veranlasst. Hierzu gehört unter anderem z. B.
– Vor Aufnahme in eine Alten-/ Pflege-/ Behinderten-/ Reha-Einrichtung
– Vor einer ambulanten OP
☒ TestVTest nach § 4 Abs. 1 Nr. 1 u. 2 TestV
Verhütung der Verbreitung
Bestätigung-PCR☒ TestV ☒ Bestätigung-PCR nach § 4b Satz 1 TestV nach positivem Antigen-Test / PCR-Pooling-Test
Varianten-PCR ist seit Februar 2022 NICHT mehr abrechenbar
(Ankreuzfeld entfällt ab Muster OEGD 2.2022)
☒ TestV ☒ Varianten-PCR nach § 4b Satz 3 TestV nach positiven PCR-Test
  • Zusätzlich sind besondere Risikomerkmale anzugeben: Wird der Getestete in einer der genannten Einrichtungen betreut bzw. ist dort untergebracht oder tätig?
  • Ist der Veranlasser der Testung ein Gesundheitsamt oder ggf. eine Einrichtung/ein Unternehmen? –> dann dessen Postleitzahl eintragen.
  • Bitte, falls zutreffend, das Einverständnis zur Übermittlung des Testergebnisses an die Corona-Warn-App des Patienten markieren. (Nur wenn dieses Feld angekreuzt ist, darf das Labor das Testergebnis über die Corona-Warn-App direkt an den Patienten übermitteln!)
  • Bitte unbedingt eine (!) Telefonnummer des Patienten angeben (nicht mehrere). Diese wird nur bei positivem Testergebnis an das Gesundheitsamt übermittelt.

2b) Antigen-Schnellteste :

Die kostenlosen Antigen-Schnellteste für alle asymptomatischen Personen (“Bürgerteste”) wurden mit der Änderung der der neuen Testverordnung am 12. November 2021 wieder eingeführt.

Abrechnung:

  • Die bei einem positiven Antigen-Schnelltest vorgesehene zusätzliche PCR-Testung muss über Muster OEGD beauftragt werden.

Weitere Informationen zur Diagnostischen Fragestellungen siehe KVBW, u.a. “Antworten auf häufig gestellte Fragen”


Probenentnahme

Nach Empfehlungen des RKI sollen bei Verdacht auf das Vorliegen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) je nach klinischer Situation möglichst Proben parallel aus den oberen und den tiefen Atemwegen entnommen werden. Die diagnostischen Interventionen sollten unter den notwendigen Schutzmaßnahmen erfolgen (u. a. Tragen einer FFP2-Atemmaske). Weiterführende Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit SARS-CoV-2 finden Sie auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts.

Meldepflicht

Bei begründetem Verdacht besteht eine gesetzliche Meldepflicht nach IfSG §6 an das zuständige Gesundheitsamt. Meldepflichtig sind Ärzte und Angehörige eines anderen Heil- oder Pflegeberufs und Leiter von Einrichtungen. Zudem besteht eine namentliche Meldepflicht für Labore nach IfSG §7 für den direkten oder indirekten Nachweis von SARS-CoV-2, soweit der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist.

Zusätzlich müssen Labore seit dem 23. Mai durch das zweite Bevölkerungsschutzgesetz (IfSG §7 Absatz 4) ALLE Untersuchungsergebnisse auf SARS-CoV-2 (positive und negative, direkter und indirekter Nachweis) nichtnamentlich an das RKI melden. Diese Meldepflicht ist allerdings derzeit ausgesetzt, da die technischen Voraussetzungen noch nicht gegeben sind.

Stand März 2022