MPU / Drogenscreening

Stuttgart, 22.01.2021

Aktuelle Informationen zur Abstinenzkontrolle im Rahmen der MPU:

Sehr geehrte Klientin, sehr geehrter Klient,
aufgrund der angespannten Pandemielage in Deutschland hat die Bundesregierung zum 16.12.2020 weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen. Auch wir sind hiervon betroffen.
Aus diesem Grund besteht ein reduziertes Kontingent für Neuanmeldungen zu Abstinenzprogrammen und für Haaranalysen Telefonische Auskünfte zwecks Terminvereinbarung zur Anmeldung erteilt Ihnen unsere Telefonzentrale.

– Achten Sie bitte bei Ihrer Einbestellung auf eine korrekte Mund-Nase-Bedeckung und halten sie 1,5 m Abstand zu anderen Personen.

– Auch am Tage der Haaranalyse bzw. beim Urinscreening muss – zur Einhaltung der Infektionsschutzrichtlinien (Corona) – ein Mund-Nase-Schutz getragen werden (idealerweise FFP2 Maske).
Begleitpersonen haben keinen Zutritt zum Labor.
– Klienten mit Erkältungssymptomen (Fieber, Husten) können wir leider nicht empfangen.
Vielen Dank.

Forensische Toxikologie

Die forensische Toxikologie beschäftigt sich u.a. mit der Frage, inwieweit eine Beeinflussung zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem außergewöhnlichen Ereignis (z.B. Unfall) unter der Einwirkung zentral wirksamer Substanzen (Betäubungsmittel, Medikamente, Alkohol) geführt haben kann. Außerdem stellt sie fest, inwieweit eine Person behördliche Abstinenzvorgaben einhält, wie z.B. im Rahmen einer chemisch-toxikologischen Untersuchung in der Fahreignungsbegutachtung. Unser Labor ist für diese Untersuchungen gemäß DIN EN ISO IEC 17025 für Blut, Urin und Haare als Prüflabor forensisch akkreditiert.

Ihre momentane Situation:

Sie sind mit Alkohol im Straßenverkehr oder wegen des Konsums von illegalen Drogen aufgefallen. Ihr Führerschein ist in Gefahr oder die Fahrerlaubnis wurde ihnen bereits entzogen. Seitens der Fahrerlaubnisbehörde wurde eine medizinisch – psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet, um die Bedenken an Ihrer Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs (Fahreignung) auszuräumen. Bevor Sie eine MPU erfolgreich bestehen können wird von Ihnen gefordert, dass Sie in der Lage sind einen gänzlichen Verzicht auf Alkohol und / oder Betäubungsmittel zu belegen. Hierfür muss ein Abstinenzkontrollprogramm absolviert werden.

Ein erfolgreich bestandenes Abstinenzkontrollprogramm ist Grundvoraussetzung für die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis und die Zulassung zur MPU. Alternativ können Abstinenzzeiträume auch mittels Haaranalysen belegt werden.

Die vorzuweisenden Abstinenzzeiträume umfassen gemäß den Beurteiteilungskriterien für Fahreignung entweder ein halbes (z.B. Alkohol) oder ein ganzes Jahr (Betäubungsmittel / Alkohol). Sprechen Sie vorab mit Ihrem Verkehrspsychologen, welche Art der Abstinenz (Alkohol und / oder Drogen) erbracht und über welchen Zeitraum Sie Ihre Abstinenz belegen müssen.

Diese Leistungen bieten wir an:

  • Drogenscreenings zur Vorlage bei Behörden (Gerichte, Jugendämter, Bewährungsauflagen)
  • Analysen aus Blut für z.B. polizeiliche Fragestellungen (Straßenverkehrsdelikte)

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Unsere Auftraggeber:

  • Privatpersonen (MPU-Klienten)
  • Behörden / Gerichte
  • Forensische Psychiatrien
  • Gesundheitsämter
  • Suchthilfeeinrichtungen
  • Krankenhäuser
  • Justizvollzugsanstalten
  • MPU-Vorbereiter
  • Polizei / Kriminalpolizei
  • Jugendämter
  • Therapieeinrichtungen
  • Sorgerechtsangelegenheiten
Dr. rer. nat. Volker Dangel

Dr. rer. nat. Volker Dangel

Diplomchemiker, Forensischer Chemiker GTFCh
Dr. med. Rudolf Alkier

Dr. med. Rudolf Alkier

Ärztlicher Gutachter nach §65 FeV, Facharzt für Laboratoriumsmedizin