Erkennung eines erhöhten Präeklampsie-Risikos im Rahmen des Ersttrimester-Screenings

Nach Untersuchungen aus der Arbeitsgruppe von Prof. Nicolaides [1, 2] können heute bis zu 90 % der Fälle einer frühen Präeklampsie (vor SSW 34+0) durch eine Kombination von klinischen, anamnestischen und laborchemischen Parametern vorhergesagt werden. ASS-Prophylaxe bei erhöhtem Risiko Nach Daten der ASPRE-Studie (Rolnik DL et al, NEJM 2017) ist bei einem erhöhten Präeklampsie-Risiko die …

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Lymphozytendifferenzierung (Immunphänotypisierung, zellulärer Immunstatus)

Die Lymphozytendifferenzierung kann Hinweise auf angeborene (primäre) bzw. erworbene (sekundäre) Immundefekte, auf infekt- und therapiebedingte Zustände und auf das Vorliegen von Leukämien und Lymphomen geben. Es können wichtige unterstützende Informationen zum Krankheitsverlauf sowie zur Therapiesteuerung erhalten werden. So ermöglicht z.B. die Bestimmung der CD4-Zellzahl und der CD4/CD8-Ratio in Kombination mit der HI-Viruslast die Verlaufskontrolle der …

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Diagnostik der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie

Bei der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie (PNH) handelt es sich um eine seltene erworbene Erkrankung blutbildender Stammzellen (Marchiafava-Micheli-Syndrom). Durch eine somatische Genmutation wird das PIG-A-Gen in seiner Funktion eingeschränkt oder sogar komplett ausgeschalten, somit werden verschiedene GPI-verankerte Oberflächenmoleküle nur vermindert oder überhaupt nicht auf hämatopoetischen Zellen exprimiert. Diese Oberflächenmoleküle sind unter anderem für die Reduktion der …

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Granulozytenfunktionsteste (oxidativer Burst / Phagozytose)

Die neutrophilen Granulozyten sind Teil des unspezifischen Immunsystems und wichtige Effektorzellen der Immunantwort. Sie sind entscheidend an der Abwehr vor allem mikrobieller Infektionen beteiligt und stellen wesentliche Mediatoren der Entzündungsreaktion dar. Unsere Teste der Granulozytenfunktionen ermöglichen die Abklärung bzw. den Ausschluß primärer Granulozytenfunktionsdefekte (z.B. chronische Granulomatose, CGD). Mittels Durchflusszytometrie werden in unserem Labor die oxidative …

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Nachweis fetaler Erythrozyten im mütterlichen Blut

Der Nachweis fetaler Erythrozyten im mütterlichen Blut mittels Durchflusszytometrie entspricht dem mikroskopischen Test nach Kleihauer und Bethke. Der durchflusszytometrische Test ist jedoch spezifischer, da mütterliche Zellen mit einem Anteil an fetalem Hämoglobin (F-Zellen) zuverlässig von den fetalen Erythrozyten unterschieden werden können. Im durchflusszytometrischen Test wird das fetale Hämoglobin (HbF) der Erythrozyten mit einem spezifischen Antikörper …

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Sphärozytose

Die hereditäre Sphärozytose (Synonym: angeborene Kugelzellenanämie, ICD10 D58.0) ist in Mitteleuropa die bei weitem häufigste Ursache für eine angeborene hämolytische Anämie. In Deutschland wird geschätzt, dass es 17.000 Personen mit dieser Erkrankung gibt (Prävalenz 1:5000). Bei 2/3 der Patienten liegt eine dominante Form vor; die übrigen Fälle sind zur Hälfte auf Neumutationen in der mütterlichen …

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Ethylglucuronid

Alkoholkonsum:Alkoholismus stellt eine verbreitete Suchtkrankheit in unserer Gesellschaft dar. Dies gilt vor allem im Hinblick auf die damit verbundenen sozialen, ökonomischen und nicht zuletzt medizinischen Konsequenzen.Lange wurde nach einem Laborparameter gesucht, der die Alkoholabstinenz, z. B. während einer Entzugstherapie, im Straßenverkehr oder am Arbeitsplatz zuverlässig anzeigt (Abstinenzkontrolle).Der Nachweis des Alkoholkonsums mittels Blutalkoholmessung ist nur innerhalb …

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Forensische Akkreditierung

Unser Labor ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 : 2018 für die Betäubungsmittelanalytik für forensische Zwecke akkreditiert. Die Betäubungsmittelanalytik gemäß der ab 01.05.2014 geltenden CTU-Kriterien im Rahmen der medizinisch-psyschologischen Fahreignungsdiagnostik bieten wir in vollem Umfang an, die für die Drogenanalytik aus Urin und Haaren dort neu vorgeschriebenen Mindestmessgrenzen werden von uns erreicht. . Abstinenzkontrolle für …

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Lymphozytendifferenzierung in der bronchoalveolären Lavage

Bei Patienten mit unklaren interstitiellen Lungenveränderungen oder pneumonischen Infiltraten kann eine Untersuchung der BAL erfolgen. Eine direkte diagnostische Relevanz ergibt sich bei der exogen-allergischen Alveolitis und bei der Sarkoidose. Routinemäßig erfolgt die durchflusszytometrischen Bestimmung der CD4- und CD8-T-Lymphozyten und die Berechnung des CD4/CD8-Verhältnisses. Bei Verdacht auf eine Langerhans-Zell-Histiozytose werden die Histiozyten über das CD1a Antigen …

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