ANCA-Stufendiagnostik

Antineutrophile cytoplasmatische Antikörper (ANCA) spielen eine bedeutende Rolle in der Diagnostik von systemischen Vaskulitiden und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Sie werden zum Teil auch bei Erkrankungen der Leber und des rheumatischen Formenkreises so wie bei medikamentös induzierten Vaskulatiden und Infektionen beobachtet [Reviews: Erwig 2010, Radice 2005 und Hoffman 1998]. Immunfluorezenztest Der Nachweis von ANCA erfolgt durch den …

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Retikulozyten-Reproduktionsindex (RPI)

Den Rechenparameter RPI geben wir auf dem Befund an, sobald sowohl ein Blutbild als auch Retikulozyten angefordert sind. Auf unseren Befunden werden die in Tab. 1 angegebenen Grenzwerte, ab denen von einer adäquaten Erythropoese ausgegangen werden kann, als Normwert angegeben. Hämatopoese und Retikulozyten Noch im Knochenmark stoßen Normoblasten den Zellkern aus und werden so zu Retikulozyten. …

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Retikulozyten Hämoglobin-equivalent (Ret-He auch Ret Hb)

Die Bestimmung des Retikulozyten Hb ist sowohl indiziert bei einem fraglichen latenten Eisenmangel als auch der frühzeitigen Überprüfung einer entsprechenden Substitution von Eisen. Die Bestimmung kann aus jedem für ein Blutbild eingesandten EDTA-Blut erfolgen. Es ist kein zusätzliches Material notwendig. Bei einem manifesten Eisenmangel findet sich im Blutbild ein vermindertes mittleres corpuskuläres Volumen (MCV) und …

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Parvovirus B19-Infektion (Ringelröteln) in der Schwangerschaft

Das Parvovirus B19 verursacht die Ringelröteln, die wie Masern und Windpocken eine klassische “Kinderkrankheit” sind. Meist verläuft diese Infektion bei Kindern und Erwachsenen harmlos. In der Schwangerschaft können jedoch schwere fetale Komplikationen auftreten. Ansteckungsrisiko Parvovirus B19-Infektionen treten gehäuft im Frühjahr bis zum Frühsommer auf. Häufigste Infektionsquelle für Schwangere sind infizierte Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. …

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Erkennung eines erhöhten Präeklampsie-Risikos im Rahmen des Ersttrimester-Screenings

Nach Untersuchungen aus der Arbeitsgruppe von Prof. Nicolaides [1, 2] können heute bis zu 90 % der Fälle einer frühen Präeklampsie (vor SSW 34+0) durch eine Kombination von klinischen, anamnestischen und laborchemischen Parametern vorhergesagt werden. ASS-Prophylaxe bei erhöhtem Risiko Nach Daten der ASPRE-Studie (Rolnik DL et al, NEJM 2017) ist bei einem erhöhten Präeklampsie-Risiko die …

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Ethylglucuronid

Alkoholkonsum:Alkoholismus stellt eine verbreitete Suchtkrankheit in unserer Gesellschaft dar. Dies gilt vor allem im Hinblick auf die damit verbundenen sozialen, ökonomischen und nicht zuletzt medizinischen Konsequenzen.Lange wurde nach einem Laborparameter gesucht, der die Alkoholabstinenz, z. B. während einer Entzugstherapie, im Straßenverkehr oder am Arbeitsplatz zuverlässig anzeigt (Abstinenzkontrolle).Der Nachweis des Alkoholkonsums mittels Blutalkoholmessung ist nur innerhalb …

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Forensische Akkreditierung

Unser Labor ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 : 2018 für die Betäubungsmittelanalytik für forensische Zwecke akkreditiert. Die Betäubungsmittelanalytik gemäß der ab 01.05.2014 geltenden CTU-Kriterien im Rahmen der medizinisch-psyschologischen Fahreignungsdiagnostik bieten wir in vollem Umfang an, die für die Drogenanalytik aus Urin und Haaren dort neu vorgeschriebenen Mindestmessgrenzen werden von uns erreicht. . Abstinenzkontrolle für …

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Syphilis/Lues in der Schwangerschaft

Der Erreger der Syphilis (auch Lues genannt) ist ein gramnegatives Bakterium, die Spirochäte Treponema pallidum (subspecies pallidum). Der Mensch stellt das einzige Reservoir des Erregers dar. Die Syphilis ist eine Systemerkrankung und verläuft in verschiedenen Stadien. Sie wird in eine Früh- (primäre, sekundäre, frühlatente) und eine Spätform (spätlatente, gummatöse, kardiovaskuläre, meningovaskuläre und neuroparenchymatöse Syphilis) unterteilt. …

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Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Fachinfo Eine Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii führt bei Schwangeren nur selten zu Symptomen. 70-80% der Schwangeren sind nicht vor Erstinfektion geschützt. Die orale Aufnahme von Oozysten aus der Umwelt (z.B. durch ungewaschenes Obst und Gemüse) oder der Verzehr von nicht ausreichend erhitzem Fleisch kann zur Erstinfektion in der Schwangerschaft führen. Ohne Therapie, steigt …

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